Soja und Co in der Kritik

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Tofu – nicht immer eine gesunde Alternative

Ein neues Jahr hat begonnen und viele Menschen möchten gerade jetzt etwas für sich und ihre Gesundheit tun. Etwas neues, etwas verändern, auf ungesunde Gewohnheiten verzichten – wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze.

Gerade was Ernährung angeht, wird alle paar Jahre eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Es sind die bösen Fette, nein, doch nicht, es sind die bösen Kohlehydrate, nein, Eiweiss, da sollte man wirklich vorsichtig sein. Halt, doch nicht, Fett und Eiweiss sind super – wenn sie nicht tierischen Ursprungs sind. Cholesterin ist böse, ach nee, Moment, doch nicht.

Es ist ein echtes Kreuz. Was genau ist denn nun gesund? Wie ernährt man sich ausgewogen?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn so wie jeder Mensch als Wesen individuell ist, so individuell sind auch seine Bedürfnisse was Essen und Trinken angeht. Was für den einen gut ist, muss für den anderen noch lange nicht gesund sein.

Hilft Ihnen das jetzt weiter? Auch nicht, oder?
Viele meiner Kollegen sind auf einem regelrechten Soja-Trip und raten auch ihren Patienten dazu Sojaprodukte grosszügig in ihren Essensplan einzubauen, vor allem als Ersatz für Kuhmilch und Fleisch. Ausser acht wird dabei oft gelassen, dass die enthaltenen Phytoöstrogene langfristig zu nicht zu unterschätzenden Problemen führen können. Patienten mit Schilddrüsenproblemen, einem Brustkrebsrisiko oder hormonellen Disbalancen rate ich deshalb immer auf Sojaprodukte zu verzichten oder sie nur sehr eingeschränkt zu verzehren.

Im übrigen sind Produkte tierischen Ursprungs in Bioqulität irgendwelchen Kunstprodukten grundsätzlich vorzuziehen. Ich bin für Butter statt Margarine. Und wer auf seine geliebte Milch nicht verzichten kann, sollte eher auf Ziegenmilch umsteigen, als auf dieses künstlich angerührte Zeug.

Bleiben Sie gesund, alles Gute für 2015!